Nouveau

18. Februar 2021

Liebe Mitglieder und Freunde der Partnerschaft!
Wussten Sie eigentlich, wie gut Sie französisch können? Nie mehr Sprachprobleme in Chécy?
<< Mit einem Baguette in der Hand und einem Bonbon, einer wahren Delikatesse, im Mund marschiert ein etwas älterer Mann auf einer Allee an einer chicen Boutique, mit teuren Dessous im Schaufenster, für die sein Budget zu gering ist, an einem Hotel und einer Drogerie vorbei. Plötzlich sieht er eine aparte Dame, die auf den ersten Blick doch etwas arrogant scheint, mit ihrem dressierten Hund, hätte gerne ihre Adresse, ohne an eine Affaire zu denken, um mit ihr als Experte über die neue, brillante Ballade des berühmten Dichters aus Chécy zu debattieren, was ihn aber möglicherweise doch in eine unvorhergesehene Bredouille, ja möglicherweise sogar in ein desaströses Debakel und somit die Defensive bringen könnte. Er verhält sich also distanziert, ist desillusioniert, will sich nicht blamieren, sagt ihr in Gedanken leise „Adieu“ und kommt sich im Stillen vor wie ein Deserteur bei der Armee. >>
Wie viele Gallizismen (Wörter, die aus dem Französischen – oft mit lateinischen Ursprung – ins Deutsche übernommen wurden, ohne dass wir uns dessen immer bewusst sind) haben Sie gefunden?
Es gibt aber auch Schein-Gallizismen:
Friseur, Blamage, Gardine, Trikot …
Also, beim nächsten Besuch in Chécy sind wir gewappnet.

28. Januar 2021

Küssen ist bei mir nicht erlaubt (Corona).

Küsschen, Küsschen: in Frankreich und Checy. Küssen als nationale Kunst
Faire la bise!

Die Franzosen begnügen sich nicht damit, „Hallo!“ zu sagen oder sich die Hand zu geben. Oft küssen sie sich zur Begrüßung, und das will gekonnt sein. In der Regel berührt man nur die Wange des Gegenüber und der Kuss geht in die Luft. Man beginnt üblicherweise mit der rechten Wange, in der Provence allerdings mit der linken. Es muss auch klar sein, dass die Dauer der Umarmung und der Küsschen von der Anzahl der Personen, die man begrüßt, abhängig ist.  Denn auch für die Franzosen ist es manchmal lästig, zehn oder fünfzehn Leute mit einem Kuss zu begrüßen, wo es doch viel einfacher wäre, einfach mit einem „Hallo“ zu grüßen.  Seinem Vorgesetzten gibt man keinen Kuss, vielmehr erwartet man, dass er derjenige ist, der diese Initiative ergreift. Aber zwischen Kollegen ist dies kein Problem. Männer küssen sich gelegentlich zur Begrüßung, wenn sie befreundet sind oder zur gleichen Familie gehören.

In Paris ist es einfach: Hier sind 2 Küsse die Norm. Wer mehr Küsschen austeilt, gibt sich als Landbewohner aus. Doch verlässt man die Hauptstadt, dann wird die Sache komplizierter.  Zum Glück gibt es eine französische Webseite, die zeigt, was in den unterschiedlichen Regionen üblich ist: Combien de bises?  In Montpellier zum Beispiel sind es drei, wenn nicht gar vier Küsse. Selbst die Franzosen wissen manchmal nicht genau, wie viele Küsse man je nach Region gibt. Die komplette Provence tauscht 2 Küsseaus, doch 87% der abgegebenen Stimmen auf der Webseite behaupten, 3 Küsse wären die Regeln. In Chécy sollten 2 Küsschen die Regel darstellen. Also beim nächsten Besuch: unsere Freunde in Chécy dürfen wir zwei Mal küssen. Und sollte sich die Kuss-Mode inzwischen geändert haben, können  wir als Gäste aus Ilvesheim auch nichts wirklich falsch machen. Wer unsicher ist, wartet einfach ab, was unsere Freunde aus Chécy machen. Am 6. Juli ist übrigens der „Internationale Tag des Kusses“!

21. Januar 2021

In den letzten Jahren hat Frankreich zahlreiche junge und erfolgreiche Schriftsteller und Schriftstellerinnen hervorgebracht. Zu Ihnen gehört auch Isabelle Autissier mit ihrem Roman „Herz auf Eis“.

Louise und Ludovic sind ein frisch verliebtes Paar, das in Paris lebt. Sie findet ihren Arbeitsalltag langweilig. Doch Ludovic packt die Abenteuerlust. Als begeisterter Segler möchte er ein Jahr Auszeit nehmen und die Welt per Boot erkunden. Ludovic ist der Inbegriff der Generation Y: Einzelkind, Eltern in leitender Position, Einfamilienhaus im Vorort von Paris. Es fehlt ihm an nichts. Um die noch junge Beziehung nicht zu gefähr­den, willigt Louise ein und da sie ohne Kinder finanziell unabhängig sind, begibt sie sich mit Ludovic auf Weltreise. Sie segeln zu den Antillen, über Patagonien und durch den Südatlantik in Richtung Südafrika und sind begeistert.

Als sie jedoch an eine Insel gelangen, die Naturschutzgebiet ist und nur zu For­schungs­zwecken genutzt werden darf, beschließt Ludovic an der Insel anzulegen und eine Bergtour zu machen. Auch als Louise vor einem Wetterumschwung warnt, weigert sich Ludovic umzukehren. Regen und Sturm sind plötzlich so stark, dass das Paar in einer alten Walfangstation übernachten muss. Am nächsten Morgen ist ihr Segelboot unauffindbar mit ihren Vorräten und technischem Equipment verschwun­den. Louise und Ludovic bleiben nur die Kleidung, die sie am Leib tragen, ein Feuer­zeug, zwei Äpfel und Müsliriegel. Moral und ethische Grundsätze spielen kaum noch eine Rolle und die Hoffnung auf ein rettendes Forschungsschiff sinkt stetig. Sie sind gezwungen, Pinguine zu töten und sich von dem wenigen Fleisch zu ernähren. Vier Pinguine pro Person und Tag sind nötig, um den Hunger zu stillen. Louise und Ludovic bauen körperlich ab, fühlen sich aufgrund ihres barbarischen Verhaltens kaum noch als Menschen. Moral und Ethik spielen kaum noch eine Rolle und die Hoffnung auf Rettung sinkt stetig.

Sehr eindringlich, mit Präzision und Authentizität, beschreibt die Autorin den Über­lebens­kampf des Paares auf der Insel und wie sie letztlich physisch und psychisch am Rande ihrer Kräfte zu Einzelkämpfern werden. „Allein leben oder zu zweit sterben“ ist die Frage, die sich Louise stellt und kaum mit ihrem Gewissen vereinbaren kann. Wie viel kann eine Liebe ertragen und ist im Überlebenskampf jeder Mensch ohne Rück­sicht sich selbst der nächste?

ISBN: 978-3442487745
Verlag: Goldmann 2018
Übersetzung: Kerstin Gleinig
Preis: 10,00 €

14. Januar 2021

Ein Leben ohne Baguette ist zwar denkbar, aber nicht sinnvoll

Nicht einig ist man sich über die Herkunft: manche meinen, es käme aus Wien, andere halten die Bäcker von Napoleon für seine Erfinder. Sicher ist auf jeden Fall, dass das Baguette sich in Paris in den 1920er Jahren durchgesetzt hat. Denn Bäcker durften nach Gesetz vor 4 Uhr morgens keine Hand mehr an den Teig legen. Um die Kunden trotzdem rechtzeitig bedienen zu können, wählten sie daher eine Brotform mit einer kürzeren Geh- und Backzeit. So wurde das Baguette geschaffen. Bis 1986 gab es sogar einen staatlich festgelegten Höchstpreis für ein Baguette, um sicher zu stellen, dass sich jeder genügend Baguettes am Tag kaufen konnte. In den 80er Jahren verloren die Franzosen jedoch immer mehr den Gefallen an ihrem Standard-Baguette. Es fehlte ihm an Geschmack, das Innere war zu weiß. Zudem wurde das Baguette immer einheitlicher und geschmackloser. Großmühlen beliefern Großbäckereien mit immer gleichen Backmischungen mit der Folge, dass Geschmack und Aroma zurückgehen.

Im September 1993 verfügte der damalige Premierminister Édouard Balladur daher Auflagen für die Herstellung der gesetzlich geschützten „Baguette nach französi­scher Tradition“. Diese Baguette darf nur Weizenmehl, Wasser, Salz und Hefe beinhalten und muss am Verkaufsort einer handwerklichen Bäckerei hergestellt werden. Solche Bäcker mussten ihren Baguette-Teig also wieder selbst herstellen, ohne Zugabe von Lebensmittelzusatzstoffen. Zudem muss ein Baguette 240 bis 310 Gramm wiegen, etwa 55 bis 70 Zentimeter lang sein, mit einem ovalen Durchmesser von etwa fünf Zentimetern. Im Vergleich von heute zu 1950 (seinerzeit wurde im Schnitt ein Baguette am Tag konsumiert) ging der tägliche Verbrauch auf etwa ein halbes Bagutte pro Kopf zurück. Der Rückgang ist allerdings nicht neu. Vor dem Ersten Weltkrieg wurden täglich sogar drei Baguettes gegessen – damals war das weiße knusprige Stangenbrot Volksnahrungsmittel. Die Gründe sind vielfältig, ein bedeutender ist die Aufgabe alter Bäckereien: Während es in den 50ern noch rund 50.000 „Boulangerien“ waren, gebe es heute noch etwa 30.000.

Um dem langsamen „Tod“ des Baguettes entgegen zu wirken, zeichnet seit 1994 der Große Preis des traditionellen französischen Baguettes das beste Baguette der Hauptstadt nach fünf Kriterien aus: Aussehen, Backen, Inneres, Geruch und Geschmack. Der glückliche Preisträger 2020 ist Taieb Sahal aus Paris. Dank dieses Preises erhält er das Privileg, ein Jahr lang den Élysée-Palast zu beliefern.

Der PIC-Vorstand wünscht allen Mitgliedern und Freunden der Partnerschaft ein gutes neues Jahr und vor allem Gesundheit, dazu viele schöne Gelegenheiten, ein frisches Baguette zu essen. Diese Wünsche gelten natürlich ebenso unseren Freunden in Chécy, mit denen wir gerne bald wieder ein gutes Glas Rotwein dazu trinken würden.

23. Dezember 2020

PIC Culture – Weihnachten in Frankreich

Morgen ist schon Heiligabend – schauen wir einmal zu unseren Nachbarn in Frankreich, wie dort Advent und Weihnachten gefeiert wird. Zwar wird auch in Frankreich die Vorweihnachtszeit begangen, doch wird in Deutschland die Adventszeit eher romantisch zelebriert.

Die couronne de l’avent, der Adventskranz, ist außer im Elsass und in Teilen Lothringens nur in wenigen französischen Haushalten bekannt. Auch duftet kaum ein französisches Haus nach weihnachtlichen Gebäck wie Zimtsternen oder Lebkuchen. Meist reicht das Dekorieren der Zimmer mit Mistelzweigen. Der Sapin de Noël, der Weihnachtsbaum, nicht selten künstlich und mit Lametta geschmückt, steht Tage vor Heiligabend im Wohnzimmer. Wichtiger als die Weihnachtsromantik ist den Franzosen die Lage in der Küche. Hoffentlich gibt es an Heiligabend genügend Champagner für alle!

Ein typisches  Weihnachtsessen, le réveillon, ist ein mit Kastanien gefüllter Truthahn oder ein Kapaun mit Pflaumenfüllung. Dazu schmecken auch  Austern und die typische „foie gras“, die gestopfte Gänseleber, vortrefflich. Käse zum Schluss sollte nicht fehlen.

Der heilige Nikolaus kommt am 6. Dezember mit seinen Süßigkeiten nicht zu den artigen und weniger artigen Kindern. Lediglich im Elsass und in einigen Gegenden Lothringens ist diese deutsche Tradition bekannt. Auch der Adventskalender ist in Frankreich noch nicht so verbreitet, dringt langsam aber sicher in die französischen Kinderzimmer vor.

Die Weihnachtsmärkte allerdings erobern inzwischen landesweit immer mehr französische Regionen. Auf den deutschen Weihnachtsmärkten duftet es nach Glühweinduft sowie Bratwürsten und man trifft sich mit der Familie, Freunden und Bekannten. Auf französischen Weihnachtsmärkten werden eher Spezialitäten und Handwerkskunst angeboten. Der berühmteste und älteste und schönste Weihnachtsmarkt in ganz Frankreich findet seit 1570 in Straßburg unter dem Namen «Christkindelsmärik» statt.

Das Dreikönigsfest wird nicht mehr wie früher am 6. Januar, sondern stets am ersten Sonntag im neuen Jahr gefeiert. Seit langer Zeit ist es Brauch, an diesem Tag eine Galette des Rois mit Freunden und Familie zu essen. In diesem aus Blätter- oder Hefeteig bestehenden und mit Mandelcreme gefüllten Kuchen war früher eine fève, eine Saubohne, versteckt, die heutzutage üblicherweise durch kleine Plastikfiguren ersetzt wird. Der Finder der fève ist einen Tag lang König bzw. Königin und backt bzw. besorgt im folgenden Jahr eine neue Galette des Rois.

En ce sens: passez un joyeux Noël et une bonne année
In diesem Sinne: ein schönes Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr
— das wünschen Ihnen Hans Peter Scheffer und der gesamte Vorstand des PIC

17. Dezember 2020

Liebe Mitglieder und Freunde der Partnerschaft!
Wir wollen in den Zeiten, da reale Treffen und kulturelle Veranstaltungen nicht möglich sind, mit Artikeln im Blättl und den PIC-Newsletter über Frankreich, das Leben in Chécy, französische Bücher und Filme informieren. Lesen Sie mit, bei «PIC Culture», heute über
einen französischen Europäer und über ein Buch von Louise de Vilmorin mit dem typisch französischen Esprit.

Giscard d’Estaing – Ein großer Europäer
Der ehemalige Staatspräsident (1974 – 1981) Valéry Giscard d’Estaing ist am 2. Dezember 2020 im Alter von 94 Jahren verstorben. Er war ein überzeugter Europäer, der sich intensiv für die deutsch-französische Freundschaft eingesetzt hat.
An die Jugend appellierte er: „Es ist an euch, Europa weiterzubauen“.
1979 besucht Giscard d‘Estaing als erster französischer Staatspräsident West-Berlin. Er sagte: „Liebe Berlinerinnen und Berliner, Frankreich ist mit der Freiheit und der Sicherheit Berlins tief verbunden.“
Der französische Staatspräsident sucht den engen Schulterschluss mit Deutschland und findet in Helmut Schmidt, dem deutschen Kanzler, einen Partner, Vertrauten und Freund. Die beiden befördern die Schaffung des Europäischen Währungssystems EWS, das nach dem Zusammenbruch des Weltwährungssystems von Bretton Woods die Wechselkursrisiken für die Wirtschaftsakteure mindern soll. Das EWS, mit definierten Schwankungsbreiten für Wechselkurse, sollte Vorreiter sein für die spätere Währungsunion und den Euro.

PIC Culture – inspiration littéraire
Die Schriftstellerin und Journalistin Louise de Vilmorin ist 1902 in eine französische Adelsfamilie geboren. Sie verlobte sich früh mit Antoine de Saint-Exupéry, den sie während ihres Literaturstudiums in Paris kennengelernt hatte, doch länger oder fest binden konnte sie sich zeit ihres Lebens nicht. Sie starb am 26. 12. 1969 in Verrièresle-Buisson. 2019 brachte die französische Post zum 50. Todestag von de Vilmorin eine Sondermarke heraus. Louise de Vilmorin schrieb mit Scharfsinn und Witz über die bourgeoise Gesellschaft und von beidem ist auch der Roman Der Brief im Taxi geprägt.
Cécilie ist eine zauberhafte unkonventionelle Frau, die in ihrer Bücherhöhle ihre Tage größtenteils mit dem Schreiben von Artikeln und Drehbüchern verbringt. Sie ist verheiratet mit Gustave, einem Bankier, der seine Karriere stetig vorantreibt. Mit dessen Karriereorientierung und Biederkeit kann Cecilie wenig anfangen. Über ihren Mann und seine Geschäftspartner schreibt sie einen ironisch-sarkastischen Brief an
ihren Bruder, der jedoch im Taxi zum Bahnhof – er rutscht ihr unbemerkt aus der Tasche – verloren geht. Cécilie gerät in Panik, denn sie möchte ihren Mann mit dem Inhalt nicht verletzen und seinen Geschäftsbeziehungen schaden. Der Finder ist hocherfreut, weil er die aus diversen Illustrierten bekannte, attraktive Dame kennenlernen möchte, mit dem Brief als Pfand !
Mit „Der Brief im Taxi“ hat Louise de Vilmorin eine hochamüsante und rasante Komödie über die bürgerlichen Spielarten und Konventionen der Liebe geschrieben. Der erste Satz des Roman lautet: „Herz bedeutet Drama“. Wer wollte dem widersprechen?
Die Neuausgabe des Buchs gibt es im Handel für 18 Euro: Louise de Vilmorin, „Der Brief im Taxi“. Aus dem Französischen von Patricia Klobusiczky. Dörlemann Verlag, 2016.

9. Dezember 2020

Newsletter im Advent

Es weihnachtet sehr, die dunkle Jahreszeit macht das Daheimbleiben einfacher. Eigentlich hätten wir gerne im Advent eine kleine „Glühwein-Wanderung“ des PIC in Ilvesheim angeboten, doch sogar solcher Art Vereinsveranstaltungen im Freien lässt die aktuelle Situation nicht zu.
So bleibt uns nur die heimische Couch, auf der wir es uns mit einem Glas Glühwein, ein paar leckeren Plätzchen und Kerzenlicht gemütlich machen wollen. Hier ein bisschen deutsch-französischer Hintergrund zur Tradition des Glüh­wein-Genusses und ein historisches Rezept:

<< Glühwein oder Vin Chaud gibt es schon viel länger als so mancher vielleicht glaubt – die Römer haben ihn uns gebracht! Im Kochbuch des Apicius taucht er schon als conditum paradoxum auf, allerdings mit leicht anderer Zusammensetzung. Auch im Mittelalter genoss man weiterhin das wärmende Getränk  mit unterschiedlichen Rezepturen, besonders bekannt war hierfür die Gewürzstadt Marseille. Eine länderübergreifende Variante war der sogenannte Hippocras. Bereits 1390 erscheint im „Ménagier de Paris“, einem Rezeptbuch vom Mundkoch Karls VII., eine Anleitung, die Jahrhunderte später kaum verändert in einem deutschen Büchlein zur Goethezeit auftaucht.
Wer möchte, kann der Rezeptur gerne folgen; weitere Gewürze wie Nelken, Kardamom, Muskat und Sternanis können nach eigenem Geschmack hinzugegeben werden, nach dem Filtrieren nur noch erwärmen und genießen – à votre santé!

Hippocras (Mengenangaben auf heutige Maße übersetzt)
Man nimmt 1 Liter guten roten Rhein- oder Franzwein, 200g  feinen Zucker, 30g Zimt oder 2 Stangen, 100 mg schwarzen oder langen Pfeffer, die Schale von einer Citrone, erhitzt dieses und lässt es dann 24 Stunden wohlverdeckt stehen. Nachher nimmt man einen Filtriersack (…), und läßt den Wein einige Male durchlaufen. 2 Stück schöne Äpfel oder Reinetten geschält und in Scheiben geschnitten, geben diesem Getränk den feinsten aromatischen Geschmack.

Rezept aus: „Der elegante Theetisch oder die Kunst einen glänzenden Zirkel auf eine geschmackvolle und anständige Art ohne großen Aufwand zu bewirten“
Hrsg.: François le Goullon, Großherzogl. Sächsisch-Weimarischer Mundkoch, 4.Auflage 1829  >>

Wir vom PIC wünschen allen eine gesunde Advents- und Weihnachtszeit, frohe Festtage und hoffen auf ein gutes, aktives Jahr 2021 im Sinne der deutsch-französischen Partnerschaft Ilvesheim – Chécy.

19. November 2020

Unsere Freunde in Checy und Corona
In den letzten Tage hat uns folgende Nachricht aus Chécy erreicht.

Auch unsere Partnerstadt bleibt vom Corona-Virus nicht verschont. Obwohl es in der Woche vom 3.11. zum 9.11.2020 mehrere Neuansteckungen gab, bleiben die Schulen und die Verwaltung auf dem Rathaus geöffnet. Hilfsangebote für ältere Bürger funktionieren noch. Die Bücherei ist ge-schlossen, nur DVDs für Kinder können ausgeliehen werden.
Der beliebte Markt auf dem Place Jeanne d‘ Arc hinter der Kirche ist am Samstag noch offen, allerdings nur unter Einhaltung strenger Sicherheits- und Hygieneauflagen. Der Bürgermeister ruft alle Einwohner und Besucher von Chécy dazu auf, die Regeln einzuhalten und Rücksicht zu nehmen.
Leider können wir uns zur Zeit nicht gegenseitig besuchen.

Trauerfeier für Luc Tafforeau
Am 17.10 2020 fand in Chécy eine Trauerfeier für unseren Freund Luc Tafforeau statt, der im Frühjahr in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben ist.

Bei der Veranstaltung zeigte der Bürgermeister von Chécy eine Foto-Retrospektive mit Bildern von Luc, wie uns Claudine Grobol, die Präsi-dentin der Jumelage Ilvesheim-Chécy berichtet hat. Leider seien aufgrund der Einschränkungen von COVID nur eine kleine Anzahl von Menschen bei der Trauerfeier anwesend gewesen. Auch aus Ilvesheim konnte bedauerlicherweise niemand teilnehmen. Die Gemeinde und der PIC würdigten Luc Tafforeaus Einsatz für die Partnerschaft mit einem Blumenbouquet.

Luc, der auch stellvertretenden Bürgermeister war,  hat sich immer mit voller Kraft  für die Partnerschaft engagiert und sie mit seinem persön-lichen Einsatz gelebt. Er war ein guter Freund der Ilvesheimerinnen und Ilvesheimer. Wir sind traurig und werden ihn und seine Zuverlässigkeit vermissen.

Hoffentlich wird bald die Zeit kommen, zu der wir unsere Freunde in Chécy wieder treffen können.

19. September 2020 – Die PIC-Mitgliederversammlung hat gewählt

Mit neuen Gesichtern im Vorstand geht der PIC den Weg der deutsch-französischen Freundschaft weiter.
Bei der Jahreshauptversammlung des PIC am Dienstag haben die Vereinsmitglieder drei neue Vorstandsmitglieder und zwei neue Beisitzerinnen gewählt. Hans Peter Scheffer ist der neue 1. Vorsitzende des PIC. Unterstützt wird er von der neuen 2. Vorsitzenden Gudrun Martin und dem neuen Kassenführer Michael Haug. Alle Vorstandsmitglieder stehen namentlich auf der Seite Vorstand. Herzlichen Glückwunsch an die „Neuen“ und auf eine gute Partnerschaftsarbeit im Austausch mit Chécy!

12. Mai 2020 Manifest für die deutsch-französische Freundschaft

Der Bürgermeister Andreas Metz hat sich für die Gemeinde Ilvesheim dem Manifest für die deutsch-französische Freundschaft angeschlossen, das von zwei Bürgermeistern aus dem deutsch-französischen Grenzraum (Birkenhördt in der VG Bad Bergzabern/Südpfalz und Riedseltz im Canton Wissembourg/Nordelsass) verfasst wurde. Dieses bekundet ihre und unsere Solidarität mit den Bürgerinnen und Bürgern im Grenzraum in Reaktion auf die Corona-bedingten Einschränkungen und teilweisen Zerwürfnisse an der Grenze. Viele Bürgermeister, Landräte und Abgeordnete am Oberrhein sowie der Verband Region Rhein-Neckar haben sich ebenfalls angeschlossen.

Solidarité, coopération et amitié transfrontalièresSolidarität, grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Freundschaft


29. April 2020 Der im Aachener Vertrag angekündigte
Deutsch-Französische Bürgerfonds ist an den Start gegangen.

 
 
23. März 2020 Eine sehr traurige Nachricht aus Chécy
Luc Tafforeau, Mitglied des Gemeinderats in Chécy seit 2008, ist gestorben. Er kämpfte seit mehr als 2 Jahren gegen eine Krebserkrankung und war dadurch geschwächt, als er sich mit dem Coronavirus infizierte.
Décès d’un adjoint au maire de Chécy, premier mort du Covid-19 dans le Loiret – ‚connu, apprécié, engagé, dévoué, trop jeune pour partir‘
Starb im Alter von 69 Jahren: Luc Tafforeau.
 
Luc hat sich immer mit voller Kraft für die Partnerschaft/Jumelage Ilvesheim – Chécy eingesetzt und sie mit seinem persönlichen Einsatz gelebt. Er war ein guter Freund der Ilvesheimer.
 
Wir sind so traurig und werden ihn alle sehr vermissen.